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Kirschmann Baubiologie
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Stadt Aschaffenburg:

Keine Sendeanlagen mehr auf Wohnhäusern der Stadt

Umweltsenat will Gesundheitsschäden vorbeugen

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aus MAIN ECHO vom 21.11.98

Die Stadt Aschaffenburg wird bis auf weiteres darauf verzichten, eigene Wohnhäuser oder Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft zu Wohnhäusern für die Errichtung von Mobilfunk-Sendeanlagen zur Verfügung zu stellen. Diesen Beschluß faßte der Umwelt- und Verwaltungssenat des Stadtrates am vergangenen Mittwoch einstimmig.

Das Gremium hatte sich bereits in einer früheren Sitzung eingehend mit den Wirkungen elektrischer, magnetischer und elektromagnetischer Felder beschäftigt und festgestellt, daß einige schädliche Folgen für den menschlichen Organismus bereits anerkannt sind. Gesundheitsschäden bis hin zur Krebserregung, Hormon- und Nervenstörung oder Hörsturz werden vermutet.

Auch wenn einige dier gravierenden Beeinträchtigungen wissenschaftlich noch nicht im Detail geklärt seien, wollte der Senat am letzten Mittwoch, den 18. November 1998, doch ein Zeichen setzen. Um der Gesundheitsvorsorge für Ihre Bürger Rechnung zu tragen, sind städtische Gebäude künftig für Mobilfunk-Sendeanlagen tabu. Die städtische Wohnbaugesellschaft ist einbezogen.

Zugleich hofft die Stadt, ihr Beschluß möge eine Signalwirkung für andere private und öffentliche Eigentümer von Gebäuden in der Stadt haben, so der Umweltamtsleiter Dieter Gerlach. Schließlich gehe es nicht um ein generelles Verbot aller Sendeanlagen, sondern darum, Standorte auf oder in der Nähe von Wohnhäusern auszuschließen.

Der Vorsitzende der Aschaffenburger Kreisgruppe des Bundes Naturschutz, Eduard Bernhard, hat auf den Beschluß des Senats bereits reagiert. Der Bund Naturschutz habe in Vorträgen immer wieder auf die besondere Problematik des Mobilfunks hingewiesen und begrüße den Entschluß. Auch er hoffe auf eine Anstoßwirkung dieser städtischen Entscheidung. Nötig seien jetzt, so Bernhard, vertiefende Untersuchungen auf Bundesebene, um den Gesundheitsschädigungen durch die Mobilfunk-Sendeanlagen auf den Grund zu gehen. pf

© BAUBIOLOGIE UND UMWELTANALYTIK WOLFGANG MAES


Dipl.-Ing. Hansmartin Kirschmann
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